Projektberichte

Projektbericht "Wilde 16" 4 Seitenhof in Aachen

Architekt/ Planer: Fickenscher Architektur, 95028 Hof/ Saale

Dämmung: UdiIN System mit UdiMULTIGRUND

In den letzten vierzig Jahren wurden in Deutschland die meisten alten Bauernhäuser zerstört, aus mangelnder Wertschätzung gegenüber der alten Bausubstanz, vielleicht aber auch um die Zeitzeugen einer gar nicht so guten alten, eher armen und entbehrungsreichen und harten Zeit zu tilgen. Der Verlust von architektonischer und auch handwerklicher Tradition ist die Folge. Es wurden auch sonst möglichst rückstandslos die meisten Kriegsruinen des letzten Weltkrieges aus den Ortsbildern entfernt, d.h. wiederaufgebaut oder eben abgeräumt. Wiederaufbauten erfolgten in der Regel als Restauration, also Wiederherstellung eines historischen Zustandes, oder wurden als Neu- und Ersatzbau im Stil der jeweiligen Zeit errichtet. Wenige Architekten beschritten einen alternativen Weg der "kritischen Rekonstruktion".

Innenhof vorher
Garageneinfahrt vorher

Das Konzept

Es bleibt fast alles wie es ist, es wird nur noch viel schöner. Das Raumprogramm achtet die gegebenen Räumlichkeiten und nutzt diese, wo Ersatzbauten gebraucht werden, so sind diese im Zeichen der heutigen Zeit, das heißt modern, detailliert. Die alte Bausubstanz erhält eine grundlegende technische Instandsetzung und Stabilisierung unter größtmöglicher Bewahrung der historisch gewachsenen und vorhandenen Eigenheiten. Der Raumausbau im Bestand erfolgt weitgehend von innen, um die Anmutung von Außen nicht zu sehr zu verändern. Der Innenausbau ist "offen für das Alte" - Wandausschnitte geben Einblick in die historischen Aufbauten, Zwischendecken werden geöffnet, Balkenwerk und Dachstühle gezeigt. Raumeinbauten setzen sich auch autark in die vorgegebenen Gebäudehüllen (z.B. Loft in der Scheune) als Raum im Raum. Die Beheizung erfolgt weitestgehend CO2-neutral durch den Einbau einer Sonnenhaus-Heizungstechnik mit Solarthermienutzung und Saisonspeichertechnik - Altbausolarisierung! Ergänzt wird das Sonnenhauskonzept durch dezentrale Holzkaminöfen, die die Behaglichkeit und die Wohnathmosphäre positiv beeinflussen. Ein Holzpelletkessel ergänzt das Heizsystem zur Abdeckung von Spitzenheizlasten bei der Warmwasserbereitung.

Küche
Keller

Maßnahmen

· energetische Gebäudesanierung nach Energieeinsparverordnung EnEV
· Herstellung von zeitgemäßen und qualitätvollen Wohn- und Arbeitsräumen
· Bewahrung und Sicherung des spezifischen Charakters und der besonderen Atmosphäre des alten Bauernhofes in der Gesamtheit aber auch in den Details
· Instandsetzung oder Erneuerung von verbrauchter Bausubstanz, wo statisch und konstruktiv zwingend erforderlich
· Umsetzung eines Sonnenhauskonzeptes 50+ für die Beheizung (Solarthermie: Solarkollektoren + Saisonspeicher)
· Verwendung von Naturbaustoffen bei der energetischen Sanierung
· Die Freiflächengestaltung soll das Gesamtkonzept in seiner Wirkung unterstützen.

Neue Nutzung in einem alten Bauernhof

Familie Dr. Hartel erwirbt den alten, vom Verfall bedrohten Vierseithof in Verlautenheide und definiert für die Zukunft neue Nutzungsvorstellungen. Eine Überprüfung des gewünschten Raumprogrammes ergibt eine Kongruenz mit dem Raumangebot, die mit gewissen behutsamen Eingriffen hergestellt werden kann.

 

Dachbereich
Bad
Küche

Die vorgesehenen Nutzungen:

·  Wohnen im alten Bauernhaus
·  Praxis (alternativ Büro oder Gästewohnen)
·  Atelier im Erdgeschoss der Scheune
·  Wohnloft in der alten Scheune
·  Errichtung von Ersatzbauten als Remisen um einen neuen Atriumhof
·  Errichtung von Garagen als KFZ-Stellplätze

Atelier im Erdgeschoss
Garagen

Energiekonzept: Sonnenhaus – Solarwärmespeicher

Die Planung der haustechnischen Anlagen sieht eine größtmögliche Deckung des Gebäudewärmebedarfs (Heizung und Warmwasser) durch Solarenergie vor. Auf dem nach Südosten orientierten Scheunendach wird eine rund 100 qm große Solarkollektoranlage installiert. Ein in der Scheune stehender Solar-Wasserspeicher, mit einem Volumen von 40.000 Liter und einer optimierten Wärmedämmung, dient als Wärmespeicher. In Kombination mit einem 30 KW Scheitholzofen und einem moduliert regelbaren Holzpelletkessel für Heizspitzenlasten wird eine solare Deckung in Höhe von über 50% für den Jahresheizwärmebedarf angestrebt. Der ehemalige Bauernhof in der Kleinheidstraße 16 ist ein innovatives Beispiel für die energieeffiziente Sanierung von Altbauten, die eine hohe Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit auch in energetischer Hinsicht vorweisen. Das von dem Schweizer Solarpionier Josef Jenni seit 1989 entwickelte Sonnenhaus-Konzept beruht auf einer hohen Deckung des Heizungs- und Warmwasserbedarfs aus Sonnenenergie. Durch großflächige thermische Solarkollektoren wird Solarwärme gewonnen und in Saisonspeicher geladen. Auf diese Weise wird die im Sommer zur Verfügung stehende Sonnenenergie in die Heizperiode im Winter transferiert. Durch den Einsatz von Holz als Brennstoff für den Pelletheizkessel ergibt sich eine CO2 neutrale und regenerative Beheizung des Gebäudes mit seinen 5 Nutzungseinheiten. Der für die Bewirtschaftung erforderlich Primärenergieeinsatz ist äußerst niedrig und liegt weit unter den Mindestanforderungen des Gesetzgebers nach der Energieeinsparverordnung EnEV.

Dies ist vermutlich das erste Altbausolarisierungsprojekt dieser Art und Größenordnung in Deutschland.

 

Solar-Wasserspeicher
Solarkollektorenanlage
Außenanlage

Historischer Wasserturm schimmelfrei gedämmt mit dem System UdiIN RECO

Medienturm Uckermark

Kapillaraktive Innendämmung ohne Dampfsperre

Der Prenzlauer Wasserturm wurde im Stil der Neogotik 1899 gebaut, inkl. des mächtig ausladenden Behältergeschosses und einem steilen Kegeldach mit Wetterfahne, war der Turm 40 m hoch. Nach Stilllegung und Abbau des Behälters war das Gebäude jahrelang ungenutzt. Nach vielen Jahren wurde der Turm schließlich nach Plänen des Architekten Olaf Beckert zum Mediencentrum ausgebaut. Die klassische Fassade blieb zum Glück erhalten, denn der Wärmeschutz wurde über ein hochmodernes Holzfaserdämmsystem an den Innenwänden realisiert. Auf der Suche nach einer möglichen Nutzung wurde der Turm, ergänzt durch einen zweigeschossigen Anbau und einen Treppenturm mit Aufzug, zum Mediencentrum des Nordkurier mit Redaktionsräumen des Uckermark-Kurier und dem Fernsehstudio des Uckermark-TV.

Aufgrund der starken Durchfeuchtung der Gebäudehülle entschied sich der Architekt für eine innovative Holzfaserdämmung, deren Fähigkeit zur Feuchtigkeitsregulierung beispielhaft ist. Die Wahl fiel deshalb auf unser System UdiIN RECO in 80 Millimetern Stärke. Ausschlaggebend war, dass wir für dieses System 15 Jahre Schimmelfreiheit ohne Mehrkosten garantieren und dass die Dämmplatten nicht geklebt werden müssen. Unregelmäßigkeiten im Untergrund werden durch das System einfach perfekt ausgeglichen.

Die innovativen Dämmelemente werden im Verband direkt auf dem vorhandenen Untergrund
mit Stelldübeln montiert, komplett trocken ohne Kleber und Mörtelbett und somit ohne Feuchtigkeitseintrag. Sie bestehen aus zwei Holfaserschichten. Eine Holzfaserdämmplatte sitzt auf einer Holzfaserdämmmatte von 80 - 200 Millimetern Stärke, die sich flexibel an den Untergrund anpasst und Unebenheiten bis zu +/- 2 cm ausgleicht. So kann die Innendämmung mit Holzfaserdämmplatten unabhängig von der Wandstärke montiert werden - egal ob schlankes Fachwerk, doppelschaliger Klinker oder starkes Bruchsteinmauerwerk. Die Holzfasern regulieren durch die Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit auf einzigartige Weise den Feuchtigkeitshaushalt im Raum.

 

Innendämmung mit UdiIN RECO
Ökologische Holzfaserdämmung

Daher ist auch eine Dampfsperre bei dampfdichten Dämmlösungen an der Wandinnenseiten
oft ein neuralgischer Punkt überflüssig. Anfallendes Tauwasser wird innerhalb dieses natürlichen Dämmsystems aufgenommen und durch das schnelle Austrocknungsverhalten der Holzfaserdämmplatten wieder der Raumluft zugeführt oder kapillar nach außen transportiert. So hat Schimmel dank dieser Holzfaserdämmung keine Chance. "Daher ist auch eine Dampfsperre mit UdiIN RECO nicht erforderlich. Das ist bekanntlich bei dampfdichten Dämmlösungen an der Wandinnenseiten oft ein neuralgischer Punkt", erklärt Anka Unger. Anschließend wird auf die justierten Dämmelemente ein mineralischer Mutigrund aufgebracht, der zusätzlich raumklimaregulierend wirkt. Nun folgt die Endbeschichtung nach Wahl, dabei ist von Streichen über Tapezieren und Fliesen bis zu Putzaufbauten mit Lehm- oder Kalkputz alles möglich.

Büro Medienturm Uckermark
Außenansicht Medienturm Uckermark

Mit der innovativen Holzfaserdämmung können problemlos energetisch zu sanierende Altbauten von innen gedämmt werden. Die äußere Optik des Hauses bleibt erhalten, ebenso die Beschaffenheit der Wandkonstruktion. So macht der alte Wasserturm den Menschen wieder Freude. Wer darin arbeiten, schwärmen von der einmaligen Atmosphäre und dem wunderbaren Raumklima. Wer sie von draußen betrachtet, kann den Reiz der neogotischen Klinkerfassade auf sich wirken lassen. Dass sie erhalten blieb, ist auch moderner Innendämmtechnik zu verdanken. Das dabei verwendete kapillar aktive Dämmystem verhindert zuverlässig Probleme mit Feuchtigkeit, die zu Schimmel und Bauschäden führen könnten. Die Oberflächentemperatur der Wände erhöht sich um etwa 5°. Dadurch empfindet der Körper auch bei geringerer Lufttemperatur eine größere Behaglichkeit. Dank warmer Wände.

Weitere Bilder zum Medienturm Uckermark finden Sie hier

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Deckenheizung mit UdiSUN 470 m²

Bericht einer Bauherrin in Magdeburg


Geschichte:
Eine Fast-Ruine mit den Abmessungen 32 m x 12 m ist der Ausgangspunkt. Ihre Vergangenheit: 1870 wurde dieses Gebäude erbaut; aus Bruchsteinmauerwerk mit einer Nutzung als Lager und Stallung neben einer Umspannstation für Pferde. Im 2. Weltkrieg folgte ein eher trauriges Kapitel: Das Gebäude diente mit einer Holzständerbauaufstockung als Unterkunft für Zwangsarbeiter. Nach dem Krieg aber war es, bis Anfang der 2000 Jahre, Lagerfläche für einen Spielwarengroßhandel.

Die Idee: Dieses Gebäude wurde zu einer energetischen Herausforderung als die Baubehörde dafür eine zeitnahe Baugenehmigung nach § 34 in Aussicht stellte, sofern seine Substanz erhalten bleiben würde. Die Kenntnis der Produkte von Unger Diffutherm ließ es möglich erscheinen, hier eine ökologische Sanierung verbunden mit einer Gebäudeerweiterung zu realisieren. Dabei ging es darum, dem KfW 70 Standards zu genügen und insofern den dabei geltenden Förderbedingungen gerecht zu werden. Dazu galt es allerdings neue Wege zu gehen.

 

  
Ruine vor dem Aufbau      Holzrahmenbau Innenwände mit UdiCLIMATE


Die Umsetzung:
Das historische Bruchsteinmauerwerk wurde 2016 restauriert. Die Trennwände und die Aufstockung erfolgten in Holzrahmenbauweise. Es kamen ausschließlich UdiDÄMMSYSTEME Produkte zum Einsatz. Auf Grundlage von bauphysikalischen Beratungen, Vergleichen und Berechnungen habe ich mich dann schließlich für das UdiSUN SYSTEM entschieden. Die damals durchaus mutige, aber zugleich gut durchdachte und mehrfach durchgerechnete Entscheidung beinhaltete: Alle Räume mit insgesamt 470 m2 Deckenfläche elektrisch zu beheizen und in Verbindung damit durch eine Photovoltaikanlage selbst Strom zu produzieren. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt bei dieser Lösung dezentral über elektrisch betriebene, volumenmäßig angepasste Warmwasserspeicher. Bei diesem Konzept lag der Richtwert für den Primärenergiebedarf für das Heizen rechnerisch bei 5000 kWh/a bezogen auf 100 m2. Das sind 50 KWh/m2 pro Jahr. Damit sollte der KfW 70 Wert für energetische Sanierung auf jeden Fall erreicht und möglichst unterschritten werden.

   
 Verspachtelung UdiSUN
 im Deckenbereich
 funktionaler Tagungsraum  Außenansicht nach
 Fertigstellung 


Das Ergebnis:
Durch den Einsatz von UdiSUN und dem ausgewogenen Verhältnis der eingesetzten UdiDÄMMSTOFFE, ihrer Wärmedämmung und Wärmespeicherung liegt der absehbare Heizbedarf nach etwas mehr als einem Betriebsjahr bei ca. 47 KWh/m2 pro Jahr. Parallel wurden im ersten Jahr durch die Photovoltaikanlage etwa 22.000 kWh Strom gewonnen. Das heißt, die Berechnungen wurden nicht nur bestätigt, sondern deutlich unterschritten. Ein tolles Ergebnis für UdiSUN und das gesamte Konzept mit UdiDÄMMSYSTEMEN®. Dieses Ergebnis ist aber nicht nur energetisch interessant. Es beinhaltet auch ein angenehmes und sehr ausgeglichenes Raumklima zum Wohlfühlen. Was an dem eingeschlagenen Weg zusätzlich begeistert, ist, dass diese Heizungslösung sehr reaktionsschnell und hoch individuell steuerbar ist und praktisch wartungsfrei betrieben wird.

Prof. Dr. Renate Girmes, Magdeburg


Havelblau - Alte Kammgarnspinnerei in Brandenburg erwacht zu Neuem Leben mit dem UdiIN RECO SYSTEM

Die Geschichte des 136 Jahren alten Objektes und die Sanierung können Sie hier vollständig lesen.

Entstanden sind 15 schicke Ferien-Lofts auf einer Nutzfläche von 1.500 Quadratmetern mit direktem Blick auf die Havel, barrierefrei und hochwertig ausgestattet mit Natursteinboden, edlen Waschtischen, modernster Haus- und Energietechnik und Innendämmung

Beim Anbringen einer Innendämmung ist die Bearbeitung der unebenen Untergründe oft der langwierigste und am schwierigsten zu kalkulierende Arbeitsgang. „Genau für solche Bedingungen haben wir ein Innendämmsystem mit integriertem Untergrundausgleich entwickelt, bei dem die Beschaffenheit der Wandkonstruktion keine Rolle spielt - egal ob schlankes Fachwerk, doppelschaliger Klinker oder starkes Bruchsteinmauerwerk.


Auf Grund des flexiblen Anteils der UdiIN RECO schmiegt sich die Platte automatisch an die Unebenheiten des Untergrundes. Durch den verstellbaren UdiMONTAGE Stelldübel kann das System, in Abhängigkeit zur Dämmstärke bis zu +/- 2 cm ausgeglichen werden. Zum anschauen des Video´s zur Montage der UdiRECO Dämmplatte klicken Sie hier. Wohlfühlklima und Ruhe stehen im Mittelpunkt

Bei unseren Innendämmungen verzichten wir auf Dampfsperren.

Die Dämmelemente werden grundsätzlich fugenlos und passgenau im Verband und im Nut-Feder-Verbund verlegt. Nach der Beschichtung mit UdiMULTIGRUND ist jede denkbare Oberflächenbeschichtung möglich.

Die alte Kammgarnspinnerei macht den Menschen wieder Freude. Die darin wohnen, schwärmen von der einmaligen Atmosphäre und dem wunderbaren Raumklima. Wer sie von draußen betrachtet, kann den Reiz einer Hausfassade auf sich wirken lassen, hinter der schon vor über hundert Jahren die Werktätigen ihr täglich Brot verdienten. Dass sie erhalten blieb, ist auch moderner Innendämmtechnik zu verdanken.